6.13. ACPI und FreeBSD

Verfasst von Hiten Pandya und Tom Rhodes.

Es ist sehr wichtig, Hardware effizient einzusetzen. Vor der Einführung des Advanced Configuration and Power Interface (ACPI) konnten der Stromverbrauch und die Wärmeabgabe eines Systems nur sehr schlecht von Betriebssystemen gesteuert werden. Die Hardware wurde mit BIOS-Funktionen, wie Plug and Play BIOS (PNPBIOS) oder Advanced Power Management (APM), gesteuert. Das Betriebssystem soll aber das System überwachen können und auf Ereignisse, beispielsweise einen unerwarteten Temperaturanstieg, reagieren können.

Dieser Abschnitt erklärt das Advanced Configuration and Power Interface (ACPI). Beachten Sie, dass Sie das ACPI erst ab FreeBSD 5.X benutzen können.

6.13.1. Was ist ACPI?

Advanced Configuration and Power Interface (ACPI) ist ein Standard verschiedener Hersteller, der die Verwaltung von Hardware und Energiesparfunktionen festlegt. Die ACPI-Funktionen können von einem Betriebssystem gesteuert werden. Der Vorgänger des ACPI, ``Advanced Power Management'' (APM), der auch in FreeBSD 4.X verwendet wird, erwies sich in modernen Systemen als unzureichend.

6.13.2. Konfiguration des ACPI

Das Modul acpi.ko wird standardmäß beim Systemstart vom loader(8) geladen und sollte daher nicht fest in den Kernel eingebunden werden. Dadurch kann acpi.ko ohne einen Neubau des Kernels ersetzt werden und das Modul ist leichter zu testen. Wenn Sie in der Ausgabe von dmesg(8) das Wort ACPI sehen, ist das Modul geladen worden. Es ist nicht sinnvoll, das Modul im laufenden Betrieb zu laden, dies kann sogar manchmal fatale Folgen haben. Das Modul kann im laufenden Betrieb nicht entfernt werden, da es zur Kommunikation mit der Hardware verwendet wird. Mit acpiconf(8) können Sie das ACPI konfigurieren (unter anderem können Sie damit auch die Energieverwaltung deaktivieren).

Anmerkung: ACPI und APM können nicht zusammen verwendet werden. Das zuletzt geladene Modul beendet sich, sobald es bemerkt, dass das andere Modul geladen ist.

Mit acpiconf(8) können Sie das System in einen Ruhemodus (sleep mode) versetzen. Es gibt verschiedene Modi (von 1 bis 5), die Sie auf der Kommandozeile mit -s angeben können. Für die meisten Anwender ist der Modus 1 völlig ausreichend. Der Modus 5 schaltet das System aus (Soft-off) und entspricht dem Ausführen des folgenden Befehls:

    # halt -p

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Hilfeseite acpiconf(8).

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