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Das Format der Konfigurationsdatei ist recht einfach. Jede Zeile enthält ein Schlüsselwort und ein oder mehrere Argumente. Eine Zeile, die von einen # eingeleitet wird, gilt als Kommentar und wird ignoriert. Die folgenden Abschnitte beschreiben jedes Schlüsselwort in der Reihenfolge, in der es in GENERIC auftaucht. Manche zusammengehörende Schlüsselwörter werden in einem Abschnitt beschrieben, obwohl Sie über GENERIC verstreut sind. Eine ausführliche Liste aller Optionen mit detaillierten Erklärungen finden Sie in der Konfigurationsdatei LINT, die sich in demselben Verzeichnis wie GENERIC befindet. Wenn Sie sich über den Zweck oder die Notwendigkeit einer Zeile im Unklaren sind, überprüfen Sie bitte diese bitte zuerst in LINT.
Zahlen und Hochkommas: Bis einschließlich FreeBSD 3.X forderte config(8), dass jede Zeichenkette, die Zahlen, die wiederum als Text interpretiert werden sollten, enthielt, in der Konfigurationsdatei in doppelte Hochkommas eingeschlossen werden mussten.
Im 4.X Zweig, den dieses Buch behandelt, wurde diese Forderung entfernt. Wenn Sie ein System vor dem 4.X Zweig benutzen, finden Sie Beispiele in /usr/src/sys/i386/conf/LINT und /usr/src/sys/i386/conf/GENERIC.
Das folgende Beispiel zeigt eine GENERIC Konfigurationsdatei, die, wo notwendig, zusätzliche Kommentare enthält. Sie sollte der Datei /usr/src/sys/i386/conf/GENERIC auf Ihrem System sehr ähnlich sein. Für detaillierte Informationen über alle möglichen Optionen sehen Sie sich bitte /usr/src/sys/i386/conf/LINT an.
#
# GENERIC -- Generic kernel configuration file for FreeBSD/i386
#
# For more information on this file, please read the handbook section on
# Kernel Configuration Files:
#
# http://www.FreeBSD.org/doc/en_US.ISO8859-1/books/handbook/kernelconfig-config.html
#
# The handbook is also available locally in /usr/share/doc/handbook
# if you've installed the doc distribution, otherwise always see the
# FreeBSD World Wide Web server (http://www.FreeBSD.ORG/) for the
# latest information.
#
# An exhaustive list of options and more detailed explanations of the
# device lines is also present in the ./LINT configuration file. If you are
# in doubt as to the purpose or necessity of a line, check first in LINT.
#
# $FreeBSD: src/sys/i386/conf/GENERIC,v 1.246 2000/03/09 16:32:55 jlemon Exp $
Die folgenden Schlüsselwörter sind für jeden Kernel, den Sie bauen, zwingend erforderlich:
machine i386
Gibt die Architektur der Maschine an und muss entweder i386, alpha oder pc98 sein.
cpu I386_CPU
cpu I486_CPU
cpu I586_CPU
cpu I686_CPU
Die vorigen Zeilen geben den Typ der CPU Ihres Systems an. Sie können mehrere CPU Typen angeben, wenn Sie sich zum Beispiel nicht sicher sind, ob Sie I586_CPU oder I686_CPU benutzen sollen. Für einen angepassten Kernel ist es aber am besten, wenn Sie nur die CPU angeben, die sich in der Maschine befindet. Der CPU-Typ wird in den Boot-Meldungen, die Sie sich mit dmesg(8) ansehen können, ausgegeben.
Anmerkung: Ab FreeBSD 5.0 ist die Unterstützung für I386_CPU in der Voreinstellung deaktiviert.
Die Alpha Architektur besitzt verschiedene CPU-Typen:
cpu EV4
cpu EV5
Wenn Sie eine Alpha Maschine benutzen, sollten Sie einen der obigen Typen angeben.
ident GENERIC
Gibt den Namen Ihres Kernels an. Hier sollten Sie den Namen einsetzen, den Sie Ihrer Konfigurationsdatei gegeben haben. In unserem Beispiel ist das MYKERNEL. Der Wert, den Sie ident zuweisen, wird beim Booten des neuen Kernels ausgegeben. Wenn Sie den Kernel von Ihrem normal verwendeten Kernel unterscheiden wollen, weil Sie zum Beispiel einen Kernel zum Testen bauen, ist es nützlich, hier einen anderen Namen anzugeben.
maxusers n
Die Größe wichtiger Systemtabellen wird von maxusers bestimmt. Der Wert dieser Variablen sollte ungefähr der Anzahl der Benutzer des Systems entsprechen.
Ab FreeBSD 4.5 kann das System diesen Wert selbst setzen, wenn Sie in der Konfigurationsdatei den Wert 0[1] angeben. Wenn Sie eine frühere Version von FreeBSD einsetzen, oder den Wert selbst bestimmen wollen, sollten Sie maxusers mindestens auf 4 setzen, insbesondere wenn Sie beabsichtigen, das X Window System zu benutzen oder Software zu kompilieren. Der Grund dafür ist, dass der wichtigste Wert, der von maxusers bestimmt wird, die maximale Anzahl an Prozessen ist, die auf 20 + 16 * maxusers gesetzt wird. Wenn Sie also maxusers auf 1 setzen, können gleichzeitig nur 36 Prozesse laufen, von denen ungefähr 18 schon beim Booten des Systems gestartet werden und nochmal etwa 15 Prozesse dazukommen, wenn Sie das X Window System starten. Selbst eine einfache Aufgabe, wie das Lesen einer Manualpage, braucht neun Prozesse zum Filtern, Dekomprimieren und Anschauen. Für die meisten Benutzer sollte es ausreichen, maxusers auf 64 zu setzen, womit 1044 gleichzeitige Prozesse zur Verfügung stehen.Wenn Sie allerdings den gefürchteten proc table full Fehler, beim Versuch ein Programm zu starten oder auf einem Server mit einer großen Benutzerzahl (wie ftp.FreeBSD.org) sehen, dann sollten Sie den Wert erhöhen und den Kernel neu bauen.
Anmerkung: maxusers begrenzt nicht die Anzahl der Benutzer, die sich auf Ihrer Maschine anmelden können. Die Variable legt nur die Größe von verschiedenen Tabellen unter Berücksichtigung der Benutzeranzahl auf den System und der Anzahl der Prozesse, die jeder Benutzer laufen lässt, fest. Mit pseudo-device pty 16 können Sie die Anzahl der erlaubten Anmeldungen von entfernten Systemen festlegen.
# Floating point support - do not disable.
device npx0 at nexus? port IO_NPX irq 13
npx0 ist die Schnittstelle zur Fließkomma-Einheit in FreeBSD. Dies kann entweder ein Coprozessor oder eine mathematische Software-Emulation sein. Die Angabe dieser Option ist verpflichtend.
# Pseudo devices - the number indicates how many units to allocate.
pseudo-device loop # Network loopback
Das TCP/IP Loopback Device. Wenn Sie eine Telnet oder FTP Verbindung zu localhost (a.k.a., 127.0.0.1) aufbauen, erstellen Sie eine Verbindung zu sich selbst durch dieses Pseudo-Device. Die Angabe dieser Option ist verpflichtend.
Das Folgende ist mehr oder weniger optional. Mehr Informationen enthalten die Anmerkungen unter oder neben den diskutierten Optionen.
#makeoptions DEBUG=-g #Build kernel with gdb(1) debug symbols
options MATH_EMULATE #Support for x87 emulation
Diese Zeile schaltet die Software-Emulation eines mathematischen Coprozessors für den Fall, das Ihre Maschine keinen besitzt (386 oder 486SX), ein. Wenn Sie einen 386 oder 486SX mit dem dazugehörigen Coprozessor (387 oder 487), einen 486DX oder besser (Pentium, Pentium II, etc.) besitzen, können Sie diese Zeile auskommentieren.
Anmerkung: Die normalen Emulationsroutinen für den Coprozessor in FreeBSD sind nicht sehr genau. Wenn Sie keinen Coprozessor besitzen, sollten Sie hier GPL_MATH_EMULATE einsetzen, um die Unterstützung der GNU Routinen zu aktivieren. Wegen der damit verbundenen Lizenz, ist diese Option in der Voreinstellung nicht aktiviert.
Anmerkung: Ab FreeBSD 5.0 ist die Emulation eines mathematischen Coprozessors in der Voreinstellung ausgeschaltet, da heute nicht mehr so viele alte CPUs ohne Coprozessor eingesetzt werden. Damit der FreeBSD Kernel mit diesen CPUs zusammenarbeitet, müssen oft noch weitere Optionen aktiviert werden.
options INET #InterNETworking
Netzwerkunterstützung. Auch wenn Sie nicht planen, den Rechner mit einem Netzwerk zu verbinden, sollten Sie diese Option aktiviert lassen. Die meisten Programme sind mindestens auf die Loopback Unterstützung (Verbindungen mit sich selbst) angewiesen. Damit ist diese Option im Endeffekt notwendig.
options INET6 #IPv6 communications protocols
Aktiviert die Unterstützung für das IPv6 Protokoll.
options FFS #Berkeley Fast Filesystem
options FFS_ROOT #FFS usable as root device [keep this!]
Das Dateisystem für Festplatten. Wenn Sie von einer Festplatte booten wollen, lassen Sie diese Option aktiviert.
Anmerkung: Ab FreeBSD 5.0 wird FFS_ROOT nicht mehr benötigt.
options UFS_ACL #Support for access control lists
Diese Option, die es erst ab FreeBSD 5.0 gibt, aktiviert Zugriffskontrolllisten (ACL). Die ACLs hängen von erweiterten Attributen und UFS2 ab, eine genaue Beschreibung finden Sie in Abschnitt 3.3. Die Zugriffskontrolllisten sind in der Voreinstellung aktiviert und sollten auch nicht deaktiviert werden, wenn Sie schon einmal auf einem Dateisystem verwendet wurden, da dies die Zugriffsrechte auf Dateien in unvorhersehbarer Art und Weise ändern kann.
options UFS_DIRHASH #Improve performance on big directories
Diese Option steigert die Geschwindigkeit von Plattenzugriffen auf großen Verzeichnissen. Dadurch verbraucht das System etwas mehr Speicher als vorher. Für stark beschäftigte Server oder Arbeitsplatzrechner sollten Sie diese Option aktiviert lassen. Auf kleineren Systemen, bei denen Speicher eine kostbare Ressource darstellt oder Systemen, auf denen die Geschwindigkeit der Plattenzugriffe nicht wichtig ist, wie Firewalls, können Sie diese Option abstellen.
options SOFTUPDATES #Enable FFS Soft Updates support
Mit dieser Option wird die Unterstützung für Soft Updates, die Plattenzugriffe beschleunigen, in den Kernel eingebunden. In den FreeBSD 4.X Versionen ist diese Option voreingestellt, sie wird aber vielleicht nicht von Ihrem System genutzt. Überprüfen Sie mit mount(8), ob die Dateisysteme Soft Updates benutzen. Wenn nicht, können Sie die Option nachträglich mit tunefs(8) aktivieren. Für neue Dateisysteme können Sie Option beim Anlegen mit newfs(8) aktivieren.
options MFS #Memory Filesystem
options MD_ROOT #MD is a potential root device
Das speicherbasierte Dateisystem. Dies ist eine RAM-Disk, die zum schnellen Zugriff auf temporäre Dateien dient und nützlich ist, wenn Sie über viel Speicher verfügen. Eine MFS-Partition eignet sich sehr gut für das /tmp Verzeichnis, da dort sehr viele Programme temporäre Daten speichern. Um eine MFS RAM-Disk auf /tmp einzurichten, fügen Sie die folgende Zeile in /etc/fstab hinzu:
Um das Dateisystem einzuhängen, können Sie nun booten oder rufen das Kommando mount /tmp auf.
Anmerkung: Ab FreeBSD 5.0 werden RAM-disks mit md(4) erstellt, daher wird die Option MFS nicht mehr unterstützt. Die Hilfeseiten mdconfig(8) und mdmfs(8) beschreiben, wie RAM-disks eingerichtet werden.
options NFS #Network Filesystem
options NFS_ROOT #NFS usable as root device, NFS required
Das Network Filesystem. Wenn Sie keine Partitionen von einem UNIX File-Server über TCP/IP einhängen wollen, können Sie diese Zeile auskommentieren.
options MSDOSFS #MSDOS Filesystem
Das MS-DOS Dateisystem. Sie können diese Zeile auskommentieren, wenn Sie nicht vorhaben, eine DOS-Partition beim Booten einzuhängen. Das nötige Modul wird ansonsten automatisch geladen, wenn Sie das erste mal eine DOS-Partition einhängen. Außerdem können Sie mit den ausgezeichneten mtools aus der Ports-Sammlung auf DOS-Floppies zugreifen, ohne diese an- und abhängen zu müssen (MSDOSFS wird in diesem Fall nicht benötigt).
options CD9660 #ISO 9660 Filesystem
options CD9660_ROOT #CD-ROM usable as root, CD9660 required
Das ISO-9660 Dateisystem für CD-ROMs. Sie können diese Zeile auskommentieren, wenn Sie kein CD-ROM-Laufwerk besitzen oder nur ab und an CDs einhängen. Das Modul wird automatisch geladen, sobald Sie das erste Mal eine CD einhängen. Für Audio-CDs benötigen Sie dieses Dateisystem nicht.
options PROCFS #Process filesystem
Das Prozeß-Dateisystem. Dies ist ein Pseudo-Dateisystem, das auf /proc eingehangen wird und es Programmen wie ps(1) erlaubt, mehr Informationen über laufende Prozesse auszugeben. Ab FreeBSD 5.0 sollte PROCFS nicht mehr benötigt werden, da die meisten Debug- und Überwachungs-Werkzeuge nicht mehr darauf angewiesen sind. Wenn PROCFS mit FreeBSD 5.0 benutzt werden soll, wird zusätzlich noch die Option PSEUDOFS benötigt:
options PSEUDOFS #Pseudo-filesystem framework
PSEUDOFS steht unter FreeBSD 4.X nicht zur Verfügung. Im Gegensatz zu FreeBSD 4.X wird ab FreeBSD 5.0 das Prozeß-Dateisystem nicht mehr per Voreinstellung eingehangen.
options COMPAT_43 #Compatible with BSD 4.3 [KEEP THIS!]
Stellt die Kompatibilität zu 4.3BSD sicher. Belassen Sie diese Option, da sich manche Programme recht sonderbar verhalten werden, wenn Sie diese auskommentieren.
options COMPAT_FREEBSD4 #Compatible with FreeBSD4
Mit FreeBSD 5.0 stellt diese Option auf i386- und Alpha-Systemen sicher, dass Anwendungen, die auf älteren FreeBSD Versionen übersetzt wurden und alte Systemaufrufe verwenden, noch lauffähig sind. Wir empfehlen, diese Option auf allen i386- und Alpha-Systemen zu verwenden, auf denen vielleicht noch ältere Anwendungen laufen sollen. Auf Plattformen, die erst ab FreeBSD 5.0 unterstützt werden, wird diese Option nicht benötigt.
options SCSI_DELAY=15000 #Delay (in ms) before probing SCSI
Dies weist den Kernel an, 15 Sekunden zu warten, bevor er anfängt nach SCSI-Geräten auf dem System zu suchen. Wenn Sie nur IDE-Geräte besitzen, können Sie die Anweisung ignorieren. Sie können versuchen, den Wert auf 5 Sekunden senken, um den Startvorgang zu beschleunigen. Wenn FreeBSD dann Schwierigkeiten hat, Ihre SCSI-Geräte zu erkennen, sollten Sie den Wert natürlich wieder erhöhen.
options UCONSOLE #Allow users to grab the console
Erlaubt es Benutzern, die Konsolenausgabe umzulenken. Starten Sie einen xterm mit xterm -C, um Ausgaben von write(1), talk(1) oder Kernelmeldungen auf der Konsole darin zu sehen.
Anmerkung: Ab FreeBSD 5.0 wird UCONSOLE nicht mehr benötigt.
options USERCONFIG #boot -c editor
Diese Option erlaubt es Ihnen, den Konfigurationseditor aus dem Bootmenü zu starten.
options VISUAL_USERCONFIG #visual boot -c editor
Diese Option erlaubt es Ihnen, den Visual-Konfigurationseditor aus dem Bootmenü zu starten.
Anmerkung: Ab FreeBSD 5.0 werden Geräte mit device.hints(5) anstelle des Konfigurationseditors konfiguriert, dies wird in Abschnitt 7.5 erklärt.
options KTRACE #ktrace(1) support
Dies schaltet die Kernel-Prozessverfolgung (engl. kernel process tracing) ein, die sehr nützlich bei der Fehlersuche ist.
options SYSVSHM #SYSV-style shared memory
Diese Option aktiviert die Unterstützung für System V Shared-Memory. Die XSHM-Erweiterung von X benötigt diese Option und viele Graphik-Programme werden die Erweiterung automatisch benutzen und schneller laufen. Wenn Sie X benutzen, sollten Sie diese Option auf jeden Fall aktivieren.
options SYSVSEM #SYSV-style semaphores
Unterstützung für System V Semaphoren. Dies wird selten gebraucht, vergrößert aber den Kernel nur um einige hundert Bytes.
options SYSVMSG #SYSV-style message queues
Unterstützung für System V Messages. Vergrößert den Kernel wiederum nur um einige hundert Bytes.
Anmerkung: Programme, die diese System V Erweiterungen benutzen, können Sie sich mit ipcs(1) anzeigen lassen.
options P1003_1B #Posix P1003_1B real-time extensions
options _KPOSIX_PRIORITY_SCHEDULING
Echtzeit-Erweiterungen, die 1993 zu POSIX hinzugefügt wurden. Bestimmte Programme wie Star Office benutzen diese Erweiterungen.
Anmerkung: Ab FreeBSD 5.0 werden diese Funktionen von _KPOSIX_PRIORITY_SCHEDULING alleine zur Verfügung gestellt. P1003_1B wird nicht mehr benötigt.
options ICMP_BANDLIM #Rate limit bad replies
Diese Option aktiviert die ICMP Bandbreitenbegrenzung für Antworten. Diese Option sollten Sie aktiviert lassen, da sie Ihre Maschine vor Denial of Service Angriffen schützt.
Anmerkung: In der Voreinstellung von FreeBSD 5.0 ist diese Funktion aktiviert. ICMP_BANDLIM muss daher nicht extra angegeben werden.
# To make an SMP kernel, the next two are needed
#options SMP # Symmetric MultiProcessor Kernel
#options APIC_IO # Symmetric (APIC) I/O
Beide Option werden für SMP Unterstützung benötigt.
device isa
Alle von FreeBSD unterstützten PCs benötigen diese Zeile. FreeBSD unterstützt den IBM PS/2 (Microchannel Architektur) nur eingeschränkt. Weitere Informationen über die Microchannel Unterstützung entnehmen Sie bitte /usr/src/sys/i386/conf/LINT.
device eisa
Fügen Sie diese Zeile ein, wenn Sie ein EISA-Motherboard besitzen. Dies aktiviert die Erkennung und Konfiguration von allen Geräten auf dem EISA Bus.
device pci
Wenn Sie ein PCI-Motherboard besitzen, fügen Sie diese Zeile ein. Dies aktiviert die Erkennung von PCI-Karten und die PCI-ISA bridge.
# Floppy drives
device fdc0 at isa? port IO_FD1 irq 6 drq 2
device fd0 at fdc0 drive 0
device fd1 at fdc0 drive 1
Der Floppy-Controller. fd0 ist das A: Laufwerk und fd1 ist das B: Laufwerk.
device ata
Dieser Treiber unterstützt alle ATA und ATAPI Geräte. Eine device ata Zeile reicht aus und der Kernel wird auf modernen Maschinen alle PCI ATA/ATAPI Geräte entdecken.
device atadisk # ATA disk drives
Für ATA Plattenlaufwerke brauchen Sie diese Zeile zusammen mit device ata.
device atapicd # ATAPI CDROM drives
Zusammen mit device ata wird dies für ATAPI CD-ROM Laufwerke benötigt.
device atapifd # ATAPI floppy drives
Zusammen mit device ata wird dies für ATAPI Floppy Laufwerke benötigt.
device atapist # ATAPI tape drives
Zusammen mit device ata wird dies für ATAPI Bandlaufwerke benötigt.
options ATA_STATIC_ID #Static device numbering
Erzwingt wie der alte Treiber eine statische Gerätenummer für den Controller. Ist diese Option nicht aktiviert, werden die Gerätenummern dynamisch zugeordnet.
# ATA and ATAPI devices
device ata0 at isa? port IO_WD1 irq 14
device ata1 at isa? port IO_WD2 irq 15
Benutzen Sie die obigen Zeilen für ältere Systeme ohne einen PCI Bus.
# SCSI Controllers
device ahb # EISA AHA1742 family
device ahc # AHA2940 and onboard AIC7xxx devices
device amd # AMD 53C974 (Teckram DC-390(T))
device dpt # DPT Smartcache - See LINT for options!
device isp # Qlogic family
device ncr # NCR/Symbios Logic
device sym # NCR/Symbios Logic (newer chipsets)
device adv0 at isa?
device adw
device bt0 at isa?
device aha0 at isa?
device aic0 at isa?
SCSI Controller. Kommentieren Sie alle Controller aus, die sich nicht in Ihrem System befinden. Wenn Sie ein IDE-System besitzen, können Sie alle Einträge entfernen.
# SCSI peripherals
device scbus # SCSI bus (required)
device da # Direct Access (disks)
device sa # Sequential Access (tape etc)
device cd # CD
device pass # Passthrough device (direct SCSI
access)
SCSI Peripheriegeräte. Kommentieren Sie wieder alle Geräte aus, die Sie nicht besitzen. Besitzer von IDE-Systemen können alle Einträge entfernen.
# RAID controllers
device ida # Compaq Smart RAID
device amr # AMI MegaRAID
device mlx # Mylex DAC960 family
Unterstützte RAID Controller. Wenn Sie keinen der aufgeführten Controller besitzen, kommentieren Sie die Einträge aus oder entfernen sie.
# atkbdc0 controls both the keyboard and the PS/2 mouse
device atkbdc0 at isa? port IO_KBD
Der Tastatur-Controller (atkbdc) ist für die Ein- und Ausgabe von AT-Tastaturen und PS/2 Zeigegeräten (z.B. einer Maus) verantwortlich. Dieser Controller wird vom Tastaturtreiber (atkbd) und dem PS/2 Gerätetreiber (psm) benötigt.
device atkbd0 at atkbdc? irq 1
Zusammen mit dem atkbdc Controller bietet der atkbd Treiber Zugriff auf AT-Tastaturen.
device psm0 at atkbdc? irq 12
Benutzen Sie dieses Gerät, wenn Sie eine Maus mit PS/2 Anschluss besitzen.
device vga0 at isa?
Der Grafikkartentreiber.
# splash screen/screen saver
pseudo-device splash
Zeigt einen ``Splash Screen'' beim Booten. Diese Zeile wird auch von den Bildschirmschonern benötigt.
# syscons is the default console driver, resembling an SCO console
device sc0 at isa?
sc0 ist in der Voreinstellung der Treiber für die Konsole, die der SCO-Konsole ähnelt. Da die meisten bildschirmorientierten Programme auf die Konsole mit Hilfe einer Datenbank wie termcap zugreifen, sollte es keine Rolle spielen, ob Sie diesen Treiber oder vt0, den VT220 kompatiblen Konsolentreiber einsetzen. Wenn Sie Probleme mit bildschirmorientierten Anwendungen unter dieser Konsole haben, setzen Sie beim Anmelden die Variable TERM auf den Wert VT220.
# Enable this and PCVT_FREEBSD for pcvt vt220 compatible console driver
#device vt0 at isa?
#options XSERVER # support for X server on a vt console
#options FAT_CURSOR # start with block cursor
# If you have a ThinkPAD, uncomment this along with the rest of the PCVT lines
#options PCVT_SCANSET=2 # IBM keyboards are non-std
Der VT220 kompatible Konsolentreiber ist kompatibel zu VT100/102. Auf einigen Laptops, die aufgrund der Hardware inkompatibel zum sc0 Treiber sind, funktioniert dieser Treiber gut. Beim Anmelden sollten Sie die Variable TERM auf den Wert vt100 setzen. Dieser Treiber kann sich als nützlich erweisen, wenn Sie sich über das Netzwerk auf vielen verschiedenen Maschinen anmelden, da dort oft Einträge in termcap oder terminfo für das sc0 Gerät fehlen. Dagegen sollte vt100 auf jeder Plattform unterstützt werden.
# Power management support (see LINT for more options)
device apm0 at nexus? disable flags 0x20 # Advanced Power Management
Unterstützung zur Energieverwaltung. Nützlich für Laptops.
# PCCARD (PCMCIA) support
device card
device pcic0 at isa? irq 10 port 0x3e0 iomem 0xd0000
device pcic1 at isa? irq 11 port 0x3e2 iomem 0xd4000 disable
PCMCIA Unterstützung. Wenn Sie einen Laptop benutzen, brauchen Sie diese Zeile.
# Serial (COM) ports
device sio0 at isa? port IO_COM1 flags 0x10 irq 4
device sio1 at isa? port IO_COM2 irq 3
device sio2 at isa? disable port IO_COM3 irq 5
device sio3 at isa? disable port IO_COM4 irq 9
Es gibt vier serielle Schnittstellen, die in der MS-DOS/Windows Welt COM1 bis COM4 genannt werden.
Anmerkung: Wenn Sie ein internes Modem, das COM4 benutzt, besitzen und eine serielle Schnittstelle haben, die auf COM2 liegt, müssen Sie den IRQ des Modems auf 2 setzen (wegen undurchsichtigen technischen Gründen ist IRQ2 =IRQ9). Wenn Sie eine serielle Multiport-Karte besitzen, sehen Sie die korrekten Werte für diese Zeilen in sio(4) nach. Einige Graphikkarten, besonders die auf S3-Chips basierten, benutzen IO-Adressen der Form 0x*2e8 und manche billige serielle Karten dekodieren den 16-Bit IO-Adressraum nicht sauber. Dies führt zu Konflikten und blockiert dann die COM4 Schnittstelle.
Jeder seriellen Schnittstelle muss ein eigener IRQ zugewiesen werden (wenn Sie eine Multiport-Karte verwenden, bei der das Teilen von Interrupts unterstützt wird, muss das nicht der Fall sein), daher können in der Voreinstellung COM3 und COM4 nicht benutzt werden.
# Parallel port
device ppc0 at isa? irq 7
Die parallele Schnittstelle auf dem ISA Bus.
device ppbus # Parallel port bus (required)
Unterstützung für den Bus auf der parallelen Schnittstelle.
device lpt # Printer
Unterstützung für Drucker über die parallele Schnittstelle.
Anmerkung: Sie brauchen jede der drei Zeilen, um die Unterstützung für einen Drucker an der parallelen Schnittstelle zu aktivieren.
device plip # TCP/IP over parallel
Der Treiber für das Netzwerkinterface über die parallele Schnittstelle.
device ppi # Parallel port interface device
Allgemeine I/O (``geek port'') und IEEE1284 I/O Unterstützung.
#device vpo # Requires scbus and da
Dies aktiviert den Treiber für ein Iomega Zip Laufwerk. Zusätzlich benötigen Sie noch die Unterstützung für scbus und da. Die beste Performance erzielen Sie, wenn Sie die Schnittstelle im EPP 1.9 Modus betreiben.
# PCI Ethernet NICs.
device de # DEC/Intel DC21x4x (``Tulip'')
device fxp # Intel EtherExpress PRO/100B (82557, 82558)
device tx # SMC 9432TX (83c170 ``EPIC'')
device vx # 3Com 3c590, 3c595 (``Vortex'')
device wx # Intel Gigabit Ethernet Card (``Wiseman'')
Verschiedene Treiber für PCI-Netzwerkkarten. Geräte, die sich nicht in Ihrem System befinden, können Sie entfernen oder auskommentieren.
# PCI Ethernet NICs that use the common MII bus controller code.
device miibus # MII bus support
Einige PCI 10/100 Ethernet Netzwerkkarten, besonders die, die MII-fähige Transceiver verwenden oder Transceiver-Steuerungen implementieren, die ähnlich wie MII funktionieren, benötigen die Unterstützung für den MII-Bus. Die Zeile device miibus fügt dem Kernel die Unterstützung für das allgemeine miibus API und allen PHY-Treibern hinzu.
device dc # DEC/Intel 21143 and various workalikes
device rl # RealTek 8129/8139
device sf # Adaptec AIC-6915 (``Starfire'')
device sis # Silicon Integrated Systems SiS 900/SiS 7016
device ste # Sundance ST201 (D-Link DFE-550TX)
device tl # Texas Instruments ThunderLAN
device vr # VIA Rhine, Rhine II
device wb # Winbond W89C840F
device xl # 3Com 3c90x (``Boomerang'', ``Cyclone'')
Treiber, die den MII Bus Controller Code benutzen.
# ISA Ethernet NICs.
device ed0 at isa? port 0x280 irq 10 iomem 0xd8000
device ex
device ep
# WaveLAN/IEEE 802.11 wireless NICs. Note: the WaveLAN/IEEE really
# exists only as a PCMCIA device, so there is no ISA attachment needed
# and resources will always be dynamically assigned by the pccard code.
device wi
# Aironet 4500/4800 802.11 wireless NICs. Note: the declaration below will
# work for PCMCIA and PCI cards, as well as ISA cards set to ISA PnP
# mode (the factory default). If you set the switches on your ISA
# card for a manually chosen I/O address and IRQ, you must specify
# those parameters here.
device an
# The probe order of these is presently determined by i386/isa/isa_compat.c.
device ie0 at isa? port 0x300 irq 10 iomem 0xd0000
device fe0 at isa? port 0x300
device le0 at isa? port 0x300 irq 5 iomem 0xd0000
device lnc0 at isa? port 0x280 irq 10 drq 0
device cs0 at isa? port 0x300
device sn0 at isa? port 0x300 irq 10
# requires PCCARD (PCMCIA) support to be activated
#device xe0 at isa?
Treiber für ISA Ethernet Karten. Schauen Sie in /usr/src/sys/i386/conf/LINT nach, um zu sehen, welche Karte von welchem Treiber unterstützt wird.
pseudo-device ether # Ethernet support
ether brauchen Sie nur, wenn Sie eine Ethernet-Karte besitzen. Der Treiber unterstützt das Ethernet-Protokoll.
pseudo-device sl 1 # Kernel SLIP
sl aktiviert die SLIP Unterstützung. SLIP ist fast vollständig von PPP verdrängt worden, da letzteres leichter zu konfigurieren, besser geeignet für Modem zu Modem Kommunikation und mächtiger ist. Die Zahl hinter sl gibt der Anzahl der gleichzeitigen SLIP-Verbindungen an, die unterstützt werden.
pseudo-device ppp 1 # Kernel PPP
Dies ist Kernel Unterstützung für PPP Wählverbindungen. Es existiert auch eine PPP Version im Userland, die den tun Treiber benutzt. Die Userland Version ist flexibler und bietet mehr Option wie die Auswahl auf Anforderung. Die Zahl hinter ppp gibt die Anzahl gleichzeitiger PPP Verbindungen an, die unterstützt werden.
pseudo-device tun # Packet tunnel.
Dies wird vom der Userland PPP benutzt. Die Zahl hinter tun gibt die Anzahl der unterstützten gleichzeitigen Verbindungen an. Weitere Informationen erhalten Sie im Abschnitt PPP dieses Handbuchs.
pseudo-device pty # Pseudo-ttys (telnet etc)
Dies ist ein ``Pseudo-Terminal'' oder simulierter Login-Terminal. Er wird von einkommenden telnet und rlogin Verbindungen, xterm und anderen Anwendungen wie Emacs benutzt. Eine Zahl hinter pty gibt die Anzahl der zu erstellenden ptys an. Wenn Sie mehr Verbindungen als die 16 erlaubten in der Voreinstellung brauchen, erhöhen Sie diesen Wert bis zu einem Maximum von 256.
pseudo-device md # Memory ``disks''
Pseudo-Gerät für Speicher-Laufwerke.
pseudo-device gif
oder
pseudo-device gif 4 # IPv6 and IPv4 tunneling
Dieses Gerät tunnelt IPv6 über IPv4, IPv4 über IPv6, IPv4 über IPv4 oder IPv6 über IPv6. Ab FreeBSD 4.4 kann die Anzahl der benötigten Geräte vom System bestimmt werden, so dass Sie die erste Zeile (ohne eine Zahl hinter gif) verwenden sollten. Auf früheren Systemen ist die Angabe der Anzahl der Geräte verpflichtend.
pseudo-device faith 1 # IPv6-to-IPv4 relaying (translation)
Dieses Pseudo-Gerät fängt zu ihm gesendete Pakete ab und leitet Sie zu einem Dæmon weiter, der Verkehr zwischen IPv4 und IPv6 vermittelt.
# The `bpf' pseudo-device enables the Berkeley Packet Filter.
# Be aware of the administrative consequences of enabling this!
pseudo-device bpf # Berkeley packet filter
Das ist der Berkeley Paketfilter. Dieses Pseudo-Gerät kann Netzwerkkarten in den ``promiscuous'' Modus setzen und erlaubt es damit, Pakete auf einem Broadcast Netzwerk (z.B. einem Ethernet) einzufangen. Die Pakete können auf der Festplatte gespeichert und mit tcpdump(1) untersucht werden.
Anmerkung: Das bpf Pseudo-Gerät wird von dhclient(8) genutzt, um die IP-Adresse des Default-Routers zu bekommen. Wenn Sie DHCP benutzen, lassen Sie diese Option bitte aktiviert.
# USB support
#device uhci # UHCI PCI->USB interface
#device ohci # OHCI PCI->USB interface
#device usb # USB Bus (required)
#device ugen # Generic
#device uhid # ``Human Interface Devices''
#device ukbd # Keyboard
#device ulpt # Printer
#device umass # Disks/Mass storage - Requires scbus and da
#device ums # Mouse
# USB Ethernet, requires mii
#device aue # ADMtek USB ethernet
#device cue # CATC USB ethernet
#device kue # Kawasaki LSI USB ethernet
Unterstützung für verschiedene USB Geräte.
Mehr Informationen und weitere von FreeBSD unterstützte Geräte entnehmen Sie bitte /usr/src/sys/i386/conf/LINT.
| [1] |
Der verwendete Algorithmus setzt maxuser auf die Speichergröße des Systems. Der minimale Wert beträgt dabei 32, das Maximum ist 384. |
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