Kapitel 20. Dateisystemunterstützung

20.1. Übersicht

Dateisysteme sind ein wesentlicher Bestandteil von Betriebssystemen. Sie erlauben es Benutzern, Dateien zu laden und zu speichern, ermöglichen den Zugriff auf Daten und machen Festplatten überhaupt erst nützlich. Betriebssysteme unterscheiden sich normalerweise bei dem mitgelieferten Dateisystem. Traditionell ist dies unter FreeBSD das Unix File System UFS, welches mit UFS2 modernisiert wurde. Seit FreeBSD 7.0 steht auch das Z-Dateisystem (ZFS) als natives Dateisystem zur Verfügung. Hierzu finden Sie in Das Z-Dateisystem (ZFS) weitere Informationen.

FreeBSD unterstützt auch eine Vielzahl weiterer Dateisysteme, um auf Daten von anderen Betriebssystemen lokal zuzugreifen, beispielsweise Daten auf USB-Speichermedien, Flash-Speichern und Festplatten. Dazu gehört die Unterstützung für das Linux® Extended File System (EXT).

Es gibt verschiedene Stufen der Unterstützung in FreeBSD für diese unterschiedlichen Dateisysteme. Manche benötigen ein geladenes Kernelmodul, andere die Installation bestimmter Werkzeuge. Einige Dateisysteme haben volle Unterstützung für Lese- und Schreibzugriffe, während auf andere nur-lesend zugegriffen werden kann.

Nachdem Sie dieses Kapitel gelesen haben, wissen Sie:

  • Den Unterschied zwischen nativen und unterstützten Dateisystemen.

  • Welche Dateisysteme von FreeBSD unterstützt werden.

  • Wie man fremde Dateisysteme aktiviert, konfiguriert, darauf zugreift und diese verwendet.

Bevor Sie dieses Kapitel lesen, sollten Sie:

20.2. Linux® Dateisysteme

FreeBSD bietet integrierte Unterstützung für einige Linux®-Dateisysteme. Dieser Abschnitt demonstriert, wie der Support aktiviert und die unterstützten Linux®-Dateisysteme eingehangen werden.

20.2.1. ext2

Seit FreeBSD 2.2 ist eine Kernel-Unterstützung für das ext2-Dateisystem vorhanden. In FreeBSD 8.x und früheren Versionen wurde der Code noch unter der GPL lizensiert. Der Code wurde neu geschrieben und steht seit FreeBSD 9.0 unter der BSD-Lizenz.

Der ext2fs(5)-Treiber erlaubt dem FreeBSD Kernel sowohl Lese-, als auch Schreibzugriffe auf ext2-Dateisysteme.

Dieser Treiber kann auch für den Zugriff auf ext3 und ext4 Dateisysteme verwendet werden. Das Dateisystem ext2fs(5) bietet ab FreeBSD 12.0-RELEASE volle Lese- und Schreibunterstützung für ext4. Darüber hinaus werden auch erweiterte Attribute und ACLs unterstützt, jedoch kein Journaling und Verschlüsselung. Ab FreeBSD 12.1-RELEASE ist auch ein DTrace Provider verfügbar. Frühere Versionen von FreeBSD können mit sysutils/fusefs-ext2 auf ext4 im Lese- und Schreibmodus zugreifen.

Um auf ein ext-Dateisystem zuzugreifen, muss zuerst das entsprechende Kernelmodul geladen werden:

# kldload ext2fs

Mounten Sie anschließend das ext-Volume unter Angabe des FreeBSD Partitionsnamens und eines existierenden Mountpunktes. Dieses Beispiel hängt /dev/ad1s1 nach /mnt ein:

# mount -t ext2fs /dev/ad1s1 /mnt

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