25.2. Virtuelle serielle USB-Ports

25.2.1. Konfiguration des USB-Gerätemodus für serielle Ports

Die virtuellen seriellen Ports werden durch die Vorlagen 3, 8 und 10 unterstützt. Beachten Sie, dass Vorlage 3 mit Microsoft Windows 10 ohne spezielle Treiber und INF-Dateien funktioinert. Andere Host-Betriebssysteme arbeiten mit allen drei Vorlagen. Die beiden Kernelmodule usb_template(4) und umodem(4) müssen geladen werden.

Um die seriellen Ports im USB-Gerätemodus zu aktivieren, fügen Sie folgenden Zeilen in /etc/ttys hinzu:

ttyU0	"/usr/libexec/getty 3wire"	vt100	onifconsole secure
ttyU1	"/usr/libexec/getty 3wire"    vt100   onifconsole secure

Danach fügen Sie folgende Zeilen in /etc/devd.conf hinzu:

notify 100 {
	match "system"		"DEVFS";
	match "subsystem"	"CDEV";
	match "type"		"CREATE";
	match "cdev"		"ttyU[0-9]+";
	action "/sbin/init q";
};

Laden Sie die Konfiguration neu, falls devd(8) bereits läuft:

# service devd restart

Stellen Sie sicher, dass die notwendigen Module geladen sind und die richtige Vorlage beim Booten gesetzt ist. Fügen Sie dazu folgende Zeilen in /boot/loader.conf ein:

umodem_load="YES"
hw.usb.template=3

Um das Modul zu laden und die Vorlage ohne Neustart zu aktivieren, verwenden Sie:

# kldload umodem
# sysctl hw.usb.template=3

25.2.2. FreeBSD mit der seriellen Schnittstelle im USB-Gerätemodus verbinden

Um eine Verbindung zu einer Karte herzustellen, die so konfiguriert ist, dass sie serielle Ports im USB-Gerätemodus bereitstellt, schließen Sie den USB-Host, beispielsweise einen Laptop, an den USB OTG- oder USB-Client-Port der Karte an. Verwenden Sie pstat -t auf dem Host, um die Terminalzeilen aufzulisten. Am Ende der Liste sollten Sie einen seriellen USB-Anschluss sehen, zum Beispiel ttyU0. Um die Verbindung zu öffnen, benutzen Sie:

# cu -l /dev/ttyU0

Nach mehrmaligem Drücken der Enter-Taste erscheint ein Anmeldeprompt.

25.2.3. macOS mit der seriellen Schnittstelle im USB-Gerätemodus verbinden

Um eine Verbindung zu einer Karte herzustellen, die so konfiguriert ist, dass sie serielle Ports im USB-Gerätemodus bereitstellt, schließen Sie den USB-Host, beispielsweise einen Laptop, an den USB OTG- oder USB-Client-Port der Karte an. Um die Verbindung zu öffnen, benutzen Sie:

# cu -l /dev/cu.usbmodemFreeBSD1

25.2.4. Linux mit der seriellen Schnittstelle im USB-Gerätemodus verbinden

Um eine Verbindung zu einer Karte herzustellen, die so konfiguriert ist, dass sie serielle Ports im USB-Gerätemodus bereitstellt, schließen Sie den USB-Host, beispielsweise einen Laptop, an den USB OTG- oder USB-Client-Port der Karte an. Um die Verbindung zu öffnen, benutzen Sie:

# minicom -D /dev/ttyACM0

25.2.5. Windows 10 mit der seriellen Schnittstelle im USB-Gerätemodus verbinden

Um eine Verbindung zu einer Karte herzustellen, die so konfiguriert ist, dass sie serielle Ports im USB-Gerätemodus bereitstellt, schließen Sie den USB-Host, beispielsweise einen Laptop, an den USB OTG- oder USB-Client-Port der Karte an. Um die Verbindung zu öffnen, benötigen Sie ein Terminalprogramm mit Unterstützung für serielle Schnittstellen, zum Beispiel PuTTY. Um den von Windows® verwendeten COM-Port zu ermitteln, starten Sie den Geräte-Manager und erweitern Sie Ports (COM & LPT). Dort sehen Sie einen Namen wie USB Serial Sevice (COM4). Starten Sie das Terminalprogramm Ihrer Wahl, zum Beispiel PuTTY. Im Dialog von PuTTY setzen Sie den Connection type auf Serial und notieren im Feld Serial line den ermittelten COM-Namen. Danach klicken Sie auf Open.

Wenn Sie Fragen zu FreeBSD haben, schicken Sie eine E-Mail an <de-bsd-questions@de.FreeBSD.org>.

Wenn Sie Fragen zu dieser Dokumentation haben, schicken Sie eine E-Mail an <de-bsd-translators@de.FreeBSD.org>.